Torqeedo. Die Langzeiterfahrung.

Auf diesen Artikel bin ich selbst schon seit meinem Umzug aufs Boot vor etwa 8 Wochen gespannt. Mit einem eMotor habe ich seit der Anschaffung des Bootes geliebäugelt. Nun bin ich einige Erfahrungen reicher. 

Mein 5 PS Benziner und ich hatten eine Hassliebe. Er fuhr gut, schob gut und lud die Batterie. Das zum Thema Liebe. Ihn auf dem Boot bei Hack anzuwerfen, das Geknattere am Heck, der Benzingeruch, das hohe Gewicht, das Aufheulen bei Welle fällt in die Kategorie Hass. Vom Kanister schleppen mal ganz abgesehen. Alles hat Vor- und Nachteile: Die Ostsee, ein kleines Boot, Bohnenkaffee, Leichtwind und Starkwind. Es gibt immer Pro und Contra. Perfekt ist nichts. Auch nicht beim eMotor. Das Thema wurde die ganze Zeit auch hier sehr kontrovers diskutiert. Vor allem die ewigen Mahner und ewigen Kritiker dürften daher mit dem ersten Punkt sehr zufrieden sein, dem Contra:

[youtube https://www.youtube.com/watch?v=vYIZTs3mIeg]

Reichweite

Ich war selbst sehr gespannt, wie sich die Umstellung von Benzin auf Strom auf meine Tour auswirken wird. Und ich kann nach einer langen Zeit an Bord sagen, dass sich in erster Linie DIGGERs Reichweite verkleinert hat. Ich habe einen zweiten Akku an Bord, als Sicherheitsreserve. Diesen Akku ziehe ich bei meiner Törnplanung nicht in Betracht. Er ist und bleibt ein Notakku, falls ich mal in einer Fahrrinne oder Hafeneinfahrt auf die Fresse bekomme und Schub vom Propeller brauche.

Der 520 Wh Akku hält in der Theorie bei 2 Knoten Fahrt etwa 10 Stunden. In der Theorie gibt es aber keine Strömung und keinen Wind oder kleine aufstoppende Wellen von vorn. Und für 10 Seemeilen mit Strömung reicht es nicht. Am letzten Dienstag war die Strömung auf der Schlei so heftig, dass ich gerade mal 5 Seemeilen weit gekommen bin – bei 2 Knoten Fahrt über Grund. Fahrt durchs Wasser waren erheblich mehr, aber das hilft einem nicht weiter. Ich habe deshalb in Schleimünde angelegt, denn mit einer 23%igen Restladung wollte ich bei dem schwachen Wind nicht über den Belt. Und immerhin war es zu dem Zeitpunkt auch bereits mittags, also recht spät für die Querung.

Die Reichweite eines 18 Fuss Bootes ist eh schon geringer, denn ab 4 Windstärken ist für DIGGER Starkwind. Viele können sich das kaum vorstellen, aber wenn man bedenkt, dass mein Boot so viel wiegt wie der Ballast eines Folkebootes, weiss man vielleicht, wo der Hase lang läuft. Deshalb gehe ich bei einer angezeigten 5 nicht mehr auf die Ostsee. Daher kam in der Vergangenheit 1-4 Beaufort für mich in Frage. Wobei bei 1 Bft auch mal schnell gar nichts mehr ist und man dann halt motort. Und da kommt der Torqeedo ins Spiel: Lange Strecken bei Schwachwind oder Flaute sind nicht drin.  Und somit verringert sich die Reichweite enorm. Denn ein gesamter Windbereich fällt nun aus meinem Planungsschema raus. Das hat sich in diesem Sommer sehr stark bemerkbar gemacht. Denn dieses Jahr ist entweder viel Wind oder kaum Wind. Die 2-3 Beaufort-Tage kommen einfach nicht. Selbst 3-4 sind selten. Und wenn, dann aus der falschen Richtung. Entweder 0-2 oder 4-5-6, oder mehr.

Ich habe die Strömungskomponente der Schlei unterschätzt. Denn bei 1,5 Knoten Gegenstrom und Wind auf die Nase komme ich nicht von Kappeln, meinem ewigen Absprunghafen, auf die Ostsee. Kreuzen dauert zu lange, um dann noch den Sprung über den Belt zu machen, motoren bis Schleimünde bedeutet, dass ich dann kaum noch Restakku habe. Deshalb war ich bei dem unsteten Wetter so lange auf der Schlei. Den Schlag von Schleimünde nach Mommark habe ich dann gemacht, als es passte. Und bin mit 90% Akku in Mommark eingelaufen. Also nur kurz aus der Schlei raus, unterwegs mal bei Flaute unter segeln mitlaufen lassen und ein Hafenmanöver gefahren.

Landstrom ist erforderlich

Wer gerne und viel ankert, muss noch mehr planen. Denn beim ankern kann man den Motor nicht nachladen. Das Solarpanel ist zu uneffektiv. Da würde ich mir für die Zukunft eine bessere Lösung wünschen. Und die dann auch nutzen. In vollen Häfen muss man zusehen, noch einen Landstromanschluss zu bekommen. Andernfalls andere Skipper oder den Hafenmeister fragen, ob man seinen Akku an die Steckdose hängen darf.

Diese Nachteile mögen für viele ins Gewicht fallen. Wenn ich mich so auf See umsehe, motoren die meisten eh. Selbst vorgestern, bei tollen 8-10 Knoten Wind dieselt einer nach dem anderen einem entgegen. Für solche „Segler“ ist ein eMotor nichts.  Denn für die sollten die Vorteile nicht ins Gewicht fallen:

Motorstart

Die bisher beschissenste Situation auf DIGGER war immer, den Motor anzuwerfen, wenn man die Segel bergen wollte. 4 Takter springen nach 5-6 Stunden nicht einfach so an. Schon gar nicht kann man die Kisten einhändig anwerfen. Und Beidhändig unter Segeln, mit dem Jockel in Lee habe ich immer gehasst. Das ist passè. Heute drücke ich einfach einen Knopf. Und das Ding läuft. Kein Choke, kein Warmlaufen lassen. Er ist einfach da. Und das ist ein echter Gewinn.

Lautstärke

Ich habe das Benzingeknattere immer gehasst. Ich gehe nicht auf See, um mich wie auf einer alten Vespa zu fühlen. Das leise Surren des Torqeedo 1003 ist dagegen überhaupt nicht nervig. Man hört die Geräusche der See, wenn man motort. Ich liebe das. Anfangs habe ich die Schraube immer im Wasser gelassen. Dann läuft er immer mit und macht Geräusche. Das war ätzend. Nun ziehe ich ihn hoch und er ist stumm.

Nachladen

Sobald ich Landstrom gelegt habe, lädt der eMotor wieder auf. Ich muss also weder zu einer Tankstelle latschen, noch planen, wo ich anlege, um Benzin zu bekommen.

Gewicht

DIGGER segelt besser, seit ich keinen Tank mehr habe und das Gewicht des Motors am Heck von 28 auf 12 Kilo reduziert habe. So ein paar Kilo weniger machen sich bei dem leichten Boot in den Segeleigenschaften stark bemerkbar. Der Torqeedo ist leicht und man kann ihn schnell runter nehmen und in der Backskiste verstauen.

Stufenlos vor und Zurück

Es war bisher immer nervig, wenn mir beim Hafenmanöver zum Aufstoppen der Ganz rausgesprungen ist. Auch das Schalten selbst war nie mein Hobby. Der Torqeedo hat keine Gangschaltung. Man dreht entweder in die eine oder die andere Richtung. Nach einer kurzen Gedenksekunde dreht der Propeller dann wieder. Fein.

Kein Benzin an Bord

Das hochentzündliche Benzin im Tank war mir immer unheimlich. Ohne externen Tank wollte ich nie fahren. Denn das nachtanken auf dem schaukelnden Eimerchen macht sicher keinen Spaß. P1100645

Fazit: Ich bin hin- und hergerissen. Ich habe den Stromjockel in den letzten 8 Wochen verflucht und ich hätte ihn oft küssen können. Love-Hate-Relationship. So wie mit allem. Ob ich nächstes Jahr weiter elektrisch unterwegs bin, entscheide ich im Winter. Manchmal wünsche ich mir den Mercury zurück. Aber der Gedanke an den ollen Stinker und Knatterer lässt mich das gleich wieder verwerfen. Egal, was ich mache, eines weiss ich: den eMotoren gehört die Zukunft. Sie werden sich weiter verbessern. Und ich bin froh, diese Erfahrung zu machen. Nun kann ich bei diesem Thema mitreden und muss keinen Theorien mehr folgen. Wer also gern und viel motort, sollte das lassen. Wer lieber segelt, sich den Gegebenheiten unterwirft, mit ihnen lebt und auf Ruhe steht, dem rate ich zu einem eMotor. Die Kombination aus nicht seegängigem Boot, Ostsee und eMotor ist sicher nicht optimal. Eine Varianta 18 auf der Ostsee muss mit Abstrichen leben. Mit dem eMotor noch etwas mehr. Ich lebe seit 3 Jahren mit diesen Abstrichen. Nun noch etwas mehr. Dennoch habe ich einen fantastischen Sommer auf See. Egal ob Benzin oder Strom. P1160302

53 Gedanken zu „Torqeedo. Die Langzeiterfahrung.“

  1. Die in Deinem 520 Wh Akku gespeicherte Energie entspricht einer Menge von ca 0,5l Benzin!

    Du müsstest daher eigentlich mit 10 Akkus rechnen, um einen „sauberen“ Vergleich mit dem Aussenborder, wo ich mal den üblichen 5l Tank unterstelle, zu haben

  2. Was Dir fehlt ist eine EFOY80, dann könntest Du auch unterwegs deinen Akku auch vor Anker wieder aufladen oder auch deine Kühlbox. Macht einen einfach super autark. Werde darüber berichten. ;-)
    LG Walter

      1. Betreiben nein, laden ja. Mein Ladegerät für den 801 braucht 80 Watt und drei Stunden. 80 Watt macht ein guter Konverter über Nacht am Ankerplatz locker und die Efoy auch wieder rein.

    1. Ich finde Benzin in Kannistern in der Backskiste unter Deck ist schon problematisch, weil es immer wieder vorkommt, dass Kleinstmengen ausgetretenes Benzin ein zündfähiges Gasgemisch unter Deck erzeugen und es immer wieder zu schweren Schäden durch Verpuffung/Explosion kommt.

      Nun arbeitet sie eine Brennstoffzelle aber nicht mit Benzin, sondern mit Methanol! Wenn man sich mal das mitgelieferte Sicherheitsdatenblatt ansieht, warnt dort der Hersteller vor Methanol als leicht verpuffend, leicht entzündlich, ätzend bei Hautkontakt, giftig beim einatmen der Dämpfe, uvm…….

      Also ich finde Methanol hat an Bord nichts zu suchen!

  3. Viele deiner Contras die gegen den Benziner sprechen sind offenbar dem Umstand geschuldet, dass du einen relativ unzuverlässigen Benzin AB betrieben hast. Ein aktueller 4 Takter ist – in Marschfahrt – auch kaum zu hören. Und mit nem E Start müsstest du auch nur noch aufs Knöpfchen drücken. Und den – vielleicht mehrere Jahrzehnte alten Motor – vergleichst du dann mit nem E Motor der neuesten Generation.

    Und wie Claus richtig schreibt, bitte objektiv vergleichen. Bei gleicher Nutzung hat der Benziner mind. die 10 – fache Reichweite. D.h. Nach dem 10 mal Akku leerfahren musst du einmal nen 5 Liter Kanister bewegen. Und da bin ich mir nicht sicher ob die 520 Wh stimmen, da Akkus nie zu 100 % entladen werden.

    Mein Fazit wäre: Für jemanden der so viel mit dem Boot unterwegs ist wie du, wäre der Benziner die bessere Wahl. Jemand der nur am Wochenende binnen unterwegs ist und dessen Batterie 1 Woche am Stück per Solar geladen wird, ist vielleicht besser mit nem E Motor unterwegs.

    1. Hallo Chris.Falsch! Mein Mercury ist die neueste Generation. E Starter gibt’s nicht meines Wissens. Auch 4 Takter sind alles andere als leise, bei kleinem Boot und offenem Heck.

      Ich würde mich freuen, wenn man auf Fakten basierend kommentiert. Es bringt nichts, von einem Jahrzehnte alten Motor zu schreiben, den es nicht gibt.

      Und zu deinem Fazit. Wer nur am Wochenende mal unterwegs ist und nach Dk rüber will, für den ist ein Benziner vielleicht besser. Wer viel Zeit hat, der kann mit einem Emotor glücklich sein. Alles eine Frage der Perspektive

      1. Stephan, tut mir Leid, ich kann Chris da nur Recht geben. Mein 6er 4T Yamaha springt auch am Ende eines reinen Segeltages auf Schlag an, läuft ruhig und sauber auch ohne Choke. Früher hatte ich Mercury 2T er – die waren eher so, wie von Dir beschrieben. Übrigens reisse ich den Motor nur mit einer Hand an. Muss ich auch, den ich habe nur eine – und das klappt wunderbar. Gruß Tom

  4. Man könnte Dein Boot sofort absolut energieautark machen. Es ist nur eine Frage der Batteriekapazität 2 x 250Ah wären schon ausreichend. Leider bekommst Du damit und mit einem 800 W Solarpanel plus Regler ca. 200 Kg zusätzliches Gewicht an Bord, welches man dann natürlich irgendwo anders einsparen müsste…..

    Aber die Technik gibt es her! Die Jungs fahren seit drei Jahren mit dem Boot und haben noch nie per Landstrom geladen!

    http://www.mygreenlife.de/category/solarboot/

  5. Gibt es denn keine Möglichkeit eine große Batterie an den Motor zu adaptieren? So bräuchtest Du seltener Landstrom…

  6. Ich denke es ist wie du schreibst.
    Wenn man, wie du, die Zeit und Muse hat 2? Monate auf der Schlei rumzukreuzen ist es super. Wenn man grade mal 2-4 Wochen gesamt hat und auch mal raus will gehts noch nicht.
    Oder man packt sich die Backskiste voll mit Akkus.

  7. Die beiden Batterien mit je 75 Kg sind eben ganz schöne Brocken – aber irgendwo muss der „Strom“ ja herkommen.

    Bei einem Neubau ist sowas natürlich besser einplanbar. Bei der Umrüstung von Einbaumaschine auf E-Antrieb, ist die Gewichtszunahme gering…..

    Und bei einem 780 Kg (leer; oder reiseklar?), muss natürlich Gewicht aus dem Kiel raus. Und das muß vorher genau berechnet werden, damit eben keine böse Überraschung bei den Segeleigenschaften bekommt!

  8. Hast Du dich schonmal nach kleinen Benzin- Generatoren (Honda etc., Campingzubehör) erkundigt? Der würde die Lücke schließen, die sich bei freiem Ankern auftut. Bei längeren Flautenfahrten könnte man den evtl. Auch anwerfen, damit er von hinten Saft in die Batterien reindrückt. Müsste man mal ausrechnen, wie lange so ein „Stinklader“ Arbeiten muss, bis Du genügend Saft hast, um mit dem „Küchenmixer“ ans Ziel zu kommen. Das wäre dann so eine Art „Hybridkonstruktion“, die beides verbindet. Ruhiger als der AB ist der Gen. allemal.

  9. Das mit dem Paddel finde ich gut! Ein Wriggriemen täte noch besser und effektiver seine Arbeit, zumindest bei Flaute. Wie sich ein solches Teil auf einer Varianta anfühlt, bei See und Strom gegenan, kann ich mir nicht vorstellen, aber einen Versuch wäre es sicher wert. Einen 3 m-Riemen könnte ich für die Erprobung ausleihen. Umweltfreundlich, baut Kondition auf und ist unbedingt gut gegen Langeweile bei Flaute.

    Einen Alternativvorschlag hätte ich noch (ungeprüft): Was sagt die Werft Deines Vertrauens zum Einbau eines Benzin-ABs im Schacht? Der Lateralplan der Varianta gibt es schließlich her. Der Krach wäre gedämpft, der Motor heult nicht mehr bei jeder Welle auf. Was bliebe, wäre das Sicherheitsrisiko und der Extratank. Für mich ein erträglicher Gedanke. Vielleicht könnte diese Möglichkeit Deinen Love/Hate-Koeffizienten beeinflussen?

  10. Moin,
    dein Fazit fällt vielleicht nicht ganz ausgewogen aus, weil dein Mercury Benziner wie du sagts schlecht anspringt, knattert und stinkt.
    Ich habe an meinem Kleinkreuzer auch einen Mercury mit 6 PS und Langschaft plus externer Tank mit 10 Litern. Nach einigen Zweitaktern bin ich sehr zufrieden. Hatte im Winter einen Service mit Vergaserreinigung durchführen lassen. Der Motor springt sofort an, wenn man etwas Sprit angepumpt hat und Choke und Gas richtig eingestellt sind. Er läuft bie Halbgas nicht zu laut, stinkt eigentlich nicht und braucht so ca. 0,7 Liter die Stunde bei ca. 5 kn Fahrt. Was will man mehr?
    Die obigen Vorschläge mit Zusatzbatterien, Brennstoffzelle, Stromgenerator usw. passen nicht zu deinen Plänen. Vor allem wäre der Gewichtsvorteil sofort futsch. Wieviel wiegt eigentlich dein zweiter Akku.
    Ich gehöre zu den Seglern, die immer segeln wenn es geht und nicht motoren. Trotzdem ist der eMotor für mich derzeit keinen Alternative, dass liegt schon an dem Tidengewässer, auf dem ich unterwegs bin.

    1. Moin,

      Schlecht anspringen bedeutet für mich 4-5 mal ziehen. Beidhandig, eine Hand am Zug und eine am Motor,, während ich mich noch um Pinne und ggf. Schot kümmern muss. Der Motor war jeden Winter in der Wartung bei einem professionellen Händler.
      Und ich finde Benziner laut. Ich motore nicht gern. Mich nervt das.
      Es ist immer der schönste Moment gewesen, das Teil auf See auszumachen und dann nichts als Wind und Wasser zu hören.

      1. na dann ist ja der schönste moment jetzt weg ;)
        aber ich weiss genau, was Du meinst und nicht zuletzt wegen Deinem Bericht habe ich mir nun auch diesen Torqedo geholt.

  11. Wäre es nicht auch eine möglichkeit diese power 26-104 im vorderen bereich des schiffes unterzubringen? Das wären dann zusätzliche 2600 wh für den aussenborder und die batterie wiegt nur 20kg. Oder macht das keinen sinn?

  12. Wir haben einen Diesel, der aber immer noch etwas rum zicken tut. Daher hängt auch noch ein AB am Heck, Yamaha 8PS 2-Takt BJ’07. Der springt mit dem ersten Zug sofort an. Auch unser Dingi Yamaha 3PS Malta springt immer auf den ersten Zug an.

    Da frage ich mich ob vielleicht Dein Mercury einfach schlecht eingestellt ist wenn er solche Probleme macht.

    Das Thema E-Motor habe ich mir auch mal zu Gemüte geführt. Das einzige was für mich in Frage kommen würde wenn wir nicht zweimal im Jahr durch den NOK müssten wäre ein E-Antrieb mit Welle der im Segelbetrieb als Generator arbeiten kann und damit die Batterien wieder lädt. Leider ist so ein Motor genauso teuer wie ein Diesel und von daher kommt das erstmal nicht in Frage. Der hohe Preis resultiert allerdings aus den Batterien, Lithium ist einfach schweineteuer. Und normale Akkus bringen einfach zuviel Gewicht.

    Gruß
    Marcel

    1. Moin Marcel,

      2Takter springen oft besser an als 4Takter. Der Motor war immer in der Wartung, frisch eingestellt und immer auf Vordermann. Wenn man 4 Takter ein paar Stunden nicht laufen lässt, und die dann noch hochgeklappt und in der Welle schwingen, muss man halt ein paar Mal ziehen. Auch will der Choke immer sehr feinfühlig bedient werden. Das ist im Hafen nicht so wild, auf See, bei Hack und der Motor unten in Lee absolut nervig.

      1. Hi Stephan,

        ich habe ja (noch) kein eigenes Boot, aber letztes Mal unter verschiedensten Bedingungen die VA 18 „Wicki“ von Renz in Schleswig gechartert. Die hat einen Yamaha 4-takter meine ich mich zu erinnern und der ist wirklich immer, egal ob bei Flaute, oder bei richtig Welle immer spätestens beim 2. Zug angesprungen.
        Beim Segeln haben wir ihn immer hoch geklappt.

        Ahoi
        Chris

  13. Danke für Deinen ausführlichen Bericht zu Deinen Erfahrungen mit dem E-Motor!

    Um die von Dir beschrieben Nachteile zu minimieren würde ich weitere Ersatz-Akkus anschaffen. Mir ist dabei klar, dass damit die Reichweite von 5 Liter Sprit sicher kaum sinnvoll erreichen werden kann – aber muss das sein?

    Eine Alternative wäre noch der nächst größere Motor von Torqeedo, der „Cruise 2.0 TL“ (soll 5-6 PS entsprechen – also das, was Dein Benziner auch ungefähr hatte). Dieser ist mit einem 24V-Aklku zu betreiben. Das ist schon eher eine Spannung, die man auf einem Boot generieren könnte (2*12V). Für die Mehrkosten und das Mehrgewicht könntest Du aber einige Ersatz-Akkus für Deinen „Travel 1003 L“ anschaffen und transportieren.
    Jetzt kommt aber die schon gestellte Frage nach dem Nachladen – und dann noch von mehreren Akkus… Für das gleichzeitige Laden braucht man eine entsprechende Anzahl an Ladegräten (Kosten / Gewicht …) oder muss die Zeit haben, einen nach dem anderen aufzuladen – ich finde, vor allem Letzteres klingt nicht so prickelnd. Alternativ finde ich die Idee, die Akkus über einen Inverter während der Fahrt oder vor Anker in einer „hyggeligen“ Bucht nachzuladen auch nicht schlecht. Den Inverter hast Du meines Wissens schon. Wie lange die Kapazität Deiner Bordbatterie aber für das Nachladen und alle anderen elektrischen Verbraucher reicht und wie lange das Nachladen eines einzigen Akkus dauert, dass kannst nur Du beantworten – für den Fall, das weit und breit keine 220V-Steckdose in Reichweite ist, aber sicher eine mögliche Lösung.
    Eine vielleicht für die Zukunft interessante Entwicklung könnte für das Nachladen der 12V-Bord-Batterie ein Solargroßsegeln sein (http://www.yacht.de/ausruestung/neue_ausruestung/grosssegel-als-stromgenerator/a87519.html) …

    Es bleiben meines Erachtens derzeit nur ein Kompromiss zwischen den Parametern Sicherheit, Gewicht, Kosten und persönlichen Vorstellungen, die jeder anders bewerten wird.
    Wie Anfangs erwähnt, würde ich mir in Deiner Situation (sofern ich diese überhaupt richtig einschätzen kann) noch ein paar Ersatz-Akkus anschaffen. Auf einen Benziner würde ich aber auf keinen Fall zurückkehren wollen.

  14. Die von Dir geschilderten Nachteile und Probleme mit dem Außenborder kann ich nicht bestätigen.
    Ich habe auch einen Mercury, allerdings mit nur vier PS und einem Einbautank nebst Anschlussmöglichkeit für einen externen Tank. Für Hafenmanöver reicht der Einbautank. Auf großer Fahrt muss ich nur die Leitung des externen Tanks anclipsen. Über diese lässt sich auch der Einbautank vom externen Tank aus füllen. Das geht alles ohne große Sauerei und Benzingestank.
    Man muss allerdings aufpassen, dass die Tankentlüftungen nicht ständig offen stehen. Wenn der Kraftstoff zu lange im auf offenen Tank war und sich die leicht entzündlichen Bestandteile verflüchtigt haben, gibt es Probleme beim Starten. So ist dies auch bei jedem Rasenmäher im Frühjahr.
    Ab und an braucht man mal eine neue Zündkerze.
    Selbst wenn mein Motor eine Woche nicht benutzt wurde, springt er spätestens beim zweiten durchziehen an. Vielleicht haut bei Deinem Motor etwas nicht hin.
    Mein Nachbar hat seinen Benzinmotor auch durch einen Elektromotor ausgetauscht und muss sich jetzt von Steckdose zu Steckdose hangeln, da das Solarpannel nur so viel Energie bringt, dass es für 1 km/h reicht. Das schränkt die Möglichkeiten stark ein und stellt aus meiner Sicht auch ein großes Sicherheitsrisiko dar.
    Mit 20 l Benzin im Tank komme ich ca. 200 km weit und schaffe es sogar bis zur Müritz. Bei den vielen Schleusen hätte zwar ein Elektromotor einige Vorteile, ich müsste aber ständig bangen, ob man die Möglichkeit hat, die Akkus wieder aufzuladen.
    Mit dem Benziner ging es allerdings auch immer ganz gut. Man hatte immer genügend Reserven im Tank und die Fregatte kommt auf 11 km/h.

  15. Danke für den Bericht. Allerdings kann von „Langzeit“ keine Rede sein. Da kannst Du frühestens in einigen Jahren drüber schreiben!

    Gruß, Georg

  16. Ich habe den Travel 1003 L am Spiegel und einen Mariner 8 PS 2-Takter mit langem Schaft u. speziellem Schubpropeller im Schacht.
    Den Travel benutze ich hauptsächlich zum manövrieren im Hafen
    und bei Flaute. Ich möchte mir bald noch zwei größere Solarpaneele
    zu legen und diese dann mobil immer optimal der Sonne zugewandt
    an der Reling befestigen und somit direkt via Batterie den Travel
    betreiben. Außerdem ist eine zweite Batterie vorhanden.
    Für alle anderen Bedingungen setze ich den Benzinaußenborder ein.
    Der sitzt im Schacht, den ich demnächst vollständig mit 50 mm dicken
    geräuschabsorbierenden Spezialschaumstoffplatten auskleiden
    werde. Auch die Öffnung zum Cockpit hin wird mit einem schnell zu öffnenden und isolierten Sperrholzdeckel versehen. Somit hoffe ich
    das Motorengeräusch drastisch zu reduzieren.
    Ich hab den Travel seit gut drei Jahren und bin sehr zufrieden damit.
    Aber ich möchte aus Gründen der Sicherheit auf meinen Benzin AB, der nur sehr selten zum Einsatz kommt, nicht verzichten!
    Mein Boot ist ein kleiner Decksalonkatamaran, 6,91 M lang und wiegt
    leer knapp 1100 Kg.
    Anmerken möchte ich noch, daß ich immer wieder beim Aufstoppen
    auf engstem Raum von der Kraft des kleinen Travel begeistert bin!

  17. Der Torqeedo Travel kann nur 40 bis 50 W nachtanken!
    Also, ich habe eine große Batterie mit 12 V und ein Kabel zur Ladebuchse des Torqeedo Akkus. Er nimmt NUR 4 A auf.
    DAS IST DER NACHTEIL VON TORQEEDO!
    Ich hab den Travel 1003, habe 4 Pedelec Akkus 25 V mit zusammen
    > 1,2 kWh und kann sie nicht anschließen, weil Torqeedo keine externen Stromquellen mehr unterstützt.
    Ich ärgere mich schwarz, dass ich auf den 1003 upgegraded hab.

  18. infolge Grundberührung auf dem Steinhuder Meer hat der Mitnehmer meiner Schraube meines 2.0 RS abgefräst, die Welle verbogen und der Motor abgesoffen. Ein Totalschaden von 1.500 €.
    Auf meine Frage wie es sein kann, dass der Mitnehmerstift wie bei jedem anderen AB bei Grundberührung nicht abschert, sondern die Schraube von innen ausfräst sagte der Monteur, dass Torqeedo eine Drehmoment-Überlastabschaltung stattdessen vorsieht !
    Schön, aber die scheint nicht zu fuktinieren und/oder falsch eingestellt zu sein !
    Auf meine mehrmalige Bitte nach Kulanz (Ersatz der Schraube ohne Kostenberechung, o.ä.) gibt es keine Rückmeldung. Scheinen die aufgrund ihrer Monopolsituation in D nicht nötig zu haben. Da wünsch ich mir doch einen Konkurrenten, der Torqeedo etwas „aufmischt“…

    1. Solche Posts sind immer schwer zu bewerten. Ich kennen diesen Fall nicht, weiss nicht, wie die Grundberührung war, was genau passiert ist, welche Schuld wen trifft.
      Der Motor schaltet bei Überlastung ab, das ist richtig so und softwareseitig geregelt Der Mitnehmerstift hat deshalb bei diesem Motor glaube ich nicht die Funktion, abzuscheren. Das wäre überflüssig.

      E-Motoren und Benziner sind völlig unterschiedlich, auch was solche Sachen betrifft.

      Grundberührungen sind immer ärgerlich. Und dabei geht halt mal was kaputt. Was in diesem Falle mit dem Torqeedo ist, kann ich aber nicht sagen.

  19. Hallo,

    ein alter Thread, aber ich kenne diese Diskussion nur zu gut und kann alles was Digger hier zum Torqeedo 1003 schreibt sehr gut nachempfinden, insbesondere aber die ständige Argumentation aus der Ecke der Benzinmotorenfahrer. Der eigene Vierzylinder laufe doch auch sehr ruhig. Ich denke, dass die Kollegen noch nie die Stille eines E-Motors genossen haben!

    Natürlich kann man damit keine Marschfahrt über Stunden machen und in der Schleimündung bei Gegenstrom bin ich mit meinem Torqeedo auch schon mal gescheitert. Was habe ich mich geärgert; aber dann habe ich in Schleimünde statt wie geplant in Kappeln angelegt und hatte einen wirklich schönen Abend. Das hätte ich sonst nicht gemacht! Das ist die Freiheit der Einschränkung. Ich komme nicht überall hin und schon gar nicht zur geplanten Zeit; aber liegt nicht auch darin der Reiz unseres Sports? Drei Tage eingeweht auf Fehmarn? Natürlich nicht schön, aber im Nachhinein erinnert man sich daran positiver als an eine Motorfahrt gegenan gebolzt mit ausreichend dimensionierter Maschine. Wenn das Wetter so aussieht, dass ich mit dem kleinen Boot eine Maschine zur Sicherheit benötige, dann fahre ich gar nicht erst raus! Ich denke aber auch, dass ein Außenborder mit 5 PS an einer VA18 nicht dafür geeignet ist, Sicherheit im Starckwind oder gar im Sturm zu erzeugen. In solchen Bedingungen sollte ein Segelschiff meiner Meinung nach segeln.

    Dabei sei gesagt, dass ich den Torqeedo nicht gekauft habe um die Segel bergen zu können und gegenan zu fahren. Ich möchte ihn für Hafenmanöver und die letzte Meile wenn die Abendflaute beim Feierabendsegeln ein bisschen zu früh gekommen ist. Und wenn ich dann im Sonnenuntergang leise nach Hause plätschert und neben mir jemand seinen drohenden Außenborder anwirft, denke ich, dass alle einen E-Motor haben sollten.

    Also, am häufigsten liebe ich meinen Torqeedo!

    Viele Grüße und eine schöne Saison 2016

  20. Mit dem Boot, das ich im letzten Winter gekauft habe, bekam ich eine Torpeedo 801L Flautenschieber. Den habe ich jetzt (Umtauschangebot von Torpeedo) gegen eine 1003L getauscht. Heute ist er angekommen! Am WE werde ich ihn ausprobieren. Mein Boot wiegt ca. 1,4T und vor unser Hafeneinfahrt herscht meist 1kn Strom querab. Fürs rein und raus wirds hoffentlich reichen. Schau ma mal ;-) Sonst hängt wieder der Johnson Stinker am Heck. Ich werde berichten ….

  21. Ehre, wem Ehre gebührt. Es hat für mehr als nur rein und raus gereicht. Und die ungläubigen Gesichter der anderen Segler. Ein Verrückter mit E-AB auf der Oberelbe. Es war total entspannt. Als Test, raus aus unserem Hafen in den Strom. Einen großen Bogen und zurück zum Liegeplatz. Check der Batterie und dann zurück auf die Elbe und einen herrlichen Segeltag genossen. Für mein Feierabendsegeln, perfekt.

  22. Hallo Zusammen,
    der Thread lebt und viele Fachleute auf einem Haufen, deshalb hier mal meine Frage in die Runde:
    Warum kann ich einen E-Außenborder unter Segeln nicht einfach im Wasser hängen lassen und über seinen mitdrehenden Propeller die Akkus wieder auffüllen? Wirkungsgrade und erhöhte Widerstände mal beiseite gelassen. Dann bräuchte ich abends keinen Landstrom und auch keine Tankstelle.
    Die Frage habe ich auch schon direkt an Toqueedo gestellt…. Geantwortet haben sie leider nicht.

    1. Hallo Arne,
      dein Boot ist einfach zu langsam. Ab 20kn Fahrt durchs Wasser wird der Akku sicher geladen… :-)
      Der Antriebspropeller ist nicht für Rekuperation ausgelegt – es wird beim Hinterherschleppen keine hohe Motordrehzahl erreicht, die zur Stromerzeugung notwendig ist. Auch fehlt der definierte Lastpunkt. Das die Motorelektronik den Strom rückwärts ab kann, bezweifel ich mal.

  23. Hallo nach Hamburg
    Ich bin Segler am Neusiedlersee seit über 25 Jahren und hier gibt es seit jeher Paddel bei Flaute und dann E- Motor. mein erster war ein Aquamot stufe 1und 2, bei retour mußte man ihn umdrehen (trotz Wasser im Gehäuse begrenzt funktioniert, Batterie alte Autostarterbatterie 60Ah). Minkota 12V und 24 V waren gute Lösungen, Kräutler oder Aquamot als Heckmotoren und Flanschmotoren sind gute Lösungen, mit 2×120 Ah C20 Exide Gel oder AGM ca. 2x40kgBatterien +20kg Motor kommt man bei totaler Flaute von einem Ende des Sees zum anderen (ca. 20 sm). Bei 5 kn kann man schon segeln, aber wenn man aufkreuzen muss wird es schon mal lange. Oft ist kein Wind, dann gehts schon mal mit 30kn ganz gut voran, manchmal von 3Bft. S nach kurzer Zeit auf N.4-5 Bft. im Gewitter kanns schon mal auf 8Bft gehen.

    Die Torquedos begonnen mit dem 1003 beim Nachbarboot mit vielen Problemen und immer wieder auch mit 4.0 gibts hier Probleme. Seit TQ gbts hier ein neues Geräusch; hoher singender pfeifender Ton.

    Gut das es hier im Naturschutzgebiet des Neusiedlersees keine BenzinABmotoren für Segler gibt, aber E-Boote mit hoher Leistung bis 70kW nehmen überhand.

    Nur die Größe der Batterien ist für die Reichweite entscheidend und vor allem die entsprechende kleine A-Entnahme.
    z.B. Sunbeam 24 (ca. 2 t) mit 1,6kW E-Motor mit 24V, 30A = 3,5 kn,
    60A= 4,1 kn. d.h. sinnvolles fahren ist entscheidend.

  24. Auch trug mich mit dem Gedanken auf einen AB-Motor mit E-Antrieb um zu steigen. und hatte den 4.0 im Focus. Aber mit der Batterie war ich bei über 40 KG. Mein AB-Benziner bringt 39 KG auf die Waage. Da wäre die Gewichtsersparnis gleich Null, dann noch die Einschränkung mit der begrenzten Reichweite.
    Da habe ich mich schnell wieder von dem Gedanke verabschiedet und knattere weiter.

    1. Hallo Horazio,

      Das Gewicht ist zwar gleich, aber es ist beim AB am heck. Die Batterie jedoch kannst Du vorn im Bug platzieren, die Balance ist also erheblich besser.

  25. Moin moin aus Sachsen, der eMotor auf Binnen (Lausitzer Seenland) ist vor allem wg. Gewicht am Heck ein Thema. Hier spielt Reichweite (noch) keine Rolle. Eine Regatta mit einem 6m-Boot ohne / mit AB am Heck ist wie Tag und Nacht. Noch ein Tipp für klassische AB: ASPEN-Benzin, ist klar wie Wasser, stinkt (fast) nicht, qualmt nicht, Vergaser braucht im Winter nicht „abgelassen“ werden, Motor sieht innen aus wie neu und springt im Frühjahr nach dem Slippen problemfrei an. Trotzdem, wenn ich die Segelkonkurrenz so beobachte, die mit dem eMotor aus dem Hafen surren, Aufriggen und das Ding mit zwei Handgriffen in der Kabine verstauen, lässt mich doch bald weich werden und zur eFraktion wechseln. Grüße aus Dresden!

    1. Moin Paul,
      verwendest Du Aspen-Benzin in Deinem Außenborder?
      Welche Erfahrungen hast Du denn damit gemacht, und welche Aspen-Variante verwendest du denn genau?

      Der Vergaser meines 4PS 4Takt Mercury geht zur Zeit leider so zweimal pro Saison in die „Reinigung“, da der Motor nicht mehr startet und/oder unterwegs ausgeht. Nach der Reinigung ist erstmal wieder gut. Vielleicht liegt das daran, das ich ein Problem mit der Stabilität von nomalem Super95 habe, da ich einen 5L Kanister erst nach 3-4 Monaten verbraucht habe.
      Vielleicht wäre ASPEN-Benzin da ja die Lösung.

      Viele Grüße
      Martin

      1. Es gibt nur 2 Aspen Varianten, mit und ohne Ölzusatz. Für Deinen 4-Taktmotor brauchst Du das blanke Benzin im blauen Kanister. Der rote Kanister ist 1:50 Gemisch für 2-Takter. Ich fahre Aspen in meinem 30 Jahre alten 2-Takter und Startprobleme sind mir fremd.
        Bei Dir allerdings könnte auch Wasser im Tank/Vergaser stören, würde ich auch mal überprüfen.

        Gruß, Jörg!

  26. Hallo Torqeedo Eigner,

    mich würde interessieren welche Langzeiterfahrung Ihr mit den Wartungs- und Reparaturkosten von Torqeedo-Außenbordern gemacht habt. Sagen wir mal so im 5 Jahres Schnitt.
    Sind die wirklich Wartungsfrei?
    Wie lange halten die Akkus?
    Welche Reparatur/Ersatzteilkosten hattet Ihr?

    Wegen fortlaufenden Problemen mit meinem 4PS 4Takt Mercury trotz teurer Wartung in Kappelner Profi-Werkstätten
    sehe ich mich gerade nach Alternativen um.

    Besten Dank,
    Martin

    1. Ich hab den 2. Torqeedo. Der erste hatte in 2 Jahren folgende Probleme:
      – Halterung zu schwach für den starken 800 W Motor, Plastik gerissen, wurde kostenlos (nach dem missglückten Urlaub) repariert
      – Motor macht Kurzschluss, Batteriemanagement verhinderte Schlimmeres. Motor wurde (nach dem missglückten Urlaub) in Zahlung genommen und gegen einen Travel 1003 getauscht, mit Aufpreis.
      Travel 1003 Fehler:
      – Halterung instabil, kostenloser Austausch
      – Getriebe macht Geräusche, Austausch nicht kostenlos
      – Steuerpinne in 20 cm Wassertiefe abgesoffen, wurde (nach dem missglückten Urlaub) für 1000 Euro ausgetauscht.
      – Motor hatte Haarriss, wurde in Mecklenburg repariert > 300 Euro
      – Kabelbruch im Motor ebenfalls in Mecklenburg repariert
      – Akku Ladung springt unter Last plötzlich von >60 % auf 5 %
      Weiterfahrt ist dann noch möglich, aber Restkapazität wird völlig falsch angezeigt.
      Torqeedo muss man einfach mögen.

  27. Wir nutzen den Travel 1003 jetzt die 2 Saison. Er dient als Flautenschieber an einer Jantar23.1. Er schiebt die 1,5t bei Halber Fahrt mit ca. 3ktn durch den Elbstrom. Für das gute Gefühl haben wir uns einen 2. Accu zugelegt. Bei normaler Pflege haben wir bis jetzt kein Verschleiß festgestellt.

      1. Im Strom immer durchs Wasser.
        Über Land natürlich viel schneller, wenn stromab… ;-)
        Zum Vergleich: unser Johnson 8.0 schiebt das Boot bei halbgas mit ca. 4 ktn. Ist aber viel schwerer, was beim Segeln und Handling des Motors sehr nervt.
        Wir segeln oft auf der Elbe oberhalb der Geesthachter Schleuse, wo der Strom immer aus einer Richtung kommt. Dort reicht der Torqeedo. In der Nord oder Ostsee, oder im Kanal, hängt der Johnson am Heck.

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