Open Sea Map: Apps im Videotest

Über Open Sea Map wurde in den letzten Tagen viel berichtet, weil nun auch Tiefenangaben auf Crowdbasis erhoben werden. Zeit, sich das mal anzusehen.

Es ist ein heeres Ziel, welches sich die Macher von OpenSeaMap gesetzt haben: Freie Seekarten für freie Segler. Vor geraumer Zeit habe ich mir das schon mal angesehen, bin jedoch aufgrund mangelnder Tiefenangaben nicht länger dabei geblieben. Seekarten ohne Tiefen nützen nichts.  Ausser vielleicht beim ARC.

Klares Kartenbild, leider noch ohne Tiefen. @ screenshot von www.openseamap.org
Klares Kartenbild, leider noch ohne Tiefen. © screenshot von www.openseamap.org

Nun soll laut diverser Meldungen auch das kommen. Datenlogger können für 30 Euro gekauft werden und an das Bordnetz angeschlossen vermessen sie dann den Meeresgrund, den die freiwilligen Wassersportler überfahren.

Ich habe mir heute mal die Mühe gemacht und mir 3 Programme, die mit den OSM Karten arbeiten, runterzuladen. Allesamt kostenlos.

Das wohl bekannteste Programm ist Orux Maps (solche Namen machen mir irgendwie Angst), dann habe ich noch den Openseamap Betrachter und die App Sea Map gefunden.

Bisher habe ich mich mit folgenden Apps in der Vergangenheit beschäftigt: iNavX und Plan2Nav (auch so lustige Namen),Navionics, Garmin, iSailor, den neuen Yachtnavigator und auch mal bei NV reingesneakt. Ich kann also behaupten, nicht völlig dämlich zu sein, was diese Art von Apps anbelangt. Und sie funktionierten auch alle. Nach dem ersten Test mit laufender Kamera habe ich jedoch das Gefühl, ein absoluter App-Depp zu sein. Denn ich habe es nicht hinbekommen. Hier zunächst das Video:

 

Hinweis: Die App „OpenSeaMap“ Betrachter ist ein Entwicklertool. Das ist mir bei der Auswahl im PlayStore durchgerutscht. Mein Fehler.

 

Hm.... @screenshot von www.locusmap.eu
Hm…. ©screenshot von www.locusmap.eu

Nach dem Video war ich auf der Seite von Open Sea Map. Dort lese ich immer nur was von Karten, die in den Cache geladen werden. Für Android gibt es noch eine App, die ich nicht getestet hatte: Locus. Das ist allerdings der erstaunlichste Name bisher. Schade, ich habe es nicht mit getestet, hole das aber noch nach.

Nachdem ich dann keine Downloadlinks für mein Tablet fand, habe ich mal in der Kategorie PC Karten nachgesehen. Zitat aus der Seite:

Achtung:  diese Karten sind veraltet (2011).
Neue Karten sind in Arbeit.

Mit dem Download-Layer in der Online-Vollbildkarte lassen sich alle Karten leicht und bequem herunterladen: im Menü „Werkzeuge > Karte herunterladen“ wählen. Kartenübersicht in Zoom=5. Karte auswählen, Kartenformat festlegen und los geht’s. Die Karten sind in z=10, z=14 und z=16. Unsere Karten werden so aufbereitet, dass sie mit vielen Navigationsprogrammen verwendet werden können (Geräte-Beispiele). Sie laufen auf einem PC beispielsweise mit „SeaClear“,  mit „OpenCPN“, mit „Fugawi“, mit „Touratech“  und vielen anderen Programmen.

So ehrenwert dieses Projekt auch sein mag, so richtig intuitiv wirkt das auf mich nicht. Erstaunlich, dass es vor allem in Foren oft so sehr gelobt wird. Aber es ist häufig erstaunlich, was der oft sehr kritische Segler in Kauf nimmt, wenn’s nichts kostet oder wenn’s was zu basteln gibt.

Solange das so ist, werde ich mich damit nicht weiter beschäftigen. Sollte das mal anders sein, bin ich sofort dabei. In jedem Falle wünsche ich den Machern viel Glück und Erfolg. Denn auch wenn das für mich nichts ist, finde ich so ein Projekt toll.

43 Gedanken zu „Open Sea Map: Apps im Videotest“

  1. Warum soll man nicht die Leute für gute Arbeit bezahlen?
    In dem Fall die Kartographen und Verlage.
    Ich bin bereit für die gängigen Seekarten den üblichen Betrag zu Zahlen.
    Die Karten sind doch gemessen an den Gesamtkosten unseres Hobbys nur ein klitzekleiner Kostenfaktor aber nicht unerheblicher Sicherheitsgewinn

    1. Das ist etwas, was ich auch nicht verstehe. Auf der einen Seite wird über Vestas hergezogen, über Seemannschaft referiert und viel Geld für Gardinen und Polster ausgegeben, aber beim Thema Navigation wird gespart.

      Als vor 5-6 Jahren ein digitaler Kartensatz für die Ostsee noch 300 Euro kostete, konnte ichn das ja noch nachvollziehen. Aber Navionics und Co. kosten heute nur noch so wenig Geld. Da sehe ich persönlich irgendwie keine Notwendigkeit mehr.

      1. Ich meine, Ihr missversteht den Beweggrund hinter dem Projekt:
        think of “free” as in “free speech,” not as in “free beer”

        Wikipedia wurde ja auch nicht gegründet, weil die Leute ihren Brockhaus nicht mehr kaufen wollten…

        1. Okay. Vielleicht missverstehe ich das wirklich.

          Aber: Bei Seekarten braucht man kein free speech. Denn Meeresgrundtiefen sind keine Meinungen, auch keine Ansichten, sondern Fakten.

          Wikipedia ist auch besser als der Brockhaus, und schneller. Das kann ich bei OpenSeaMap nicht sehen.

          Aber ich weiss: Das ist viel Arbeit, viel Enthusiasmus dahinter. Und es gibt auch keine Budgets für App Programmierer und Gestalter. Ich frage mich nur ob das Ganze überhaupt sinnvoll ist.

          Ich verspreche, das Thema weiter zu verfolgen.

          1. Du hast es (fast) erfasst: Meeresgrundtiefen sind Fakten. Wem gehören aber die Fakten?
            Und schon wird ein Wirtschaftsgut daraus. Der Besitzer der Rechte an den Karten bestimmt nämlich, wer oder was sie darstellen darf. DAS hat etwas mit free speech zu tun. Z.B. wenn die Rechte an den Karten verkauft werden, kann das ungeahnte Folgen für Deinen neuen Kartenplotter haben. Oder vielleicht möchtest Du mal Deine Freiheit nutzen und ein tolles Programm zur Darstellung von Seekarten schreiben? Leider musst Du dazu eine Lizenz von den Karten-Providern kaufen. Deren Formate sind nämlich proprietär. Dabei willst Du doch gar nicht deren Karten stehlen. Nur ein Anzeigeprogramm schreiben. Schau Dir OpenCPN an. Wenn Navionics nicht will, dass Navionics Karten von OpenCPN angezeigt werden können, dann ist und bleibt das eben so. Ende der Freiheit.

  2. Ich denke auch, das Seekarten einfach ein Abbild wissenschaftlich erhobener technischer Daten sind. Das hat nichts mit Meinungen und journalistischer Arbeit zu tun.
    Ich möchte mich auch nicht auf eventuell falsch eingebaute und damit falsche Daten liefernde Tiefengeber von Hobbyseglern verlassen müssen. Dann verlasse ich mich doch lieber auf die Genauigkeit des BSH und anderen Profis. Sicher irgendwann ist in den Ballungsgebieten unseres Hobbys die Datendichte hoch genug um ein genaues Mittel der gesammelten Daten zu ergeben. Aber bis dahin ist mir mein Obolus für NV, DK oder BSH nicht zu Schade

  3. Ich denke, der Charme an der Sache ist, wie auch bei OpenStreetMap, dass sich die Nutzer ihr eigenes Kartenmaterial basteln können, für Ecken, wo der amtliche Vermesser mal nicht so oft vorbeikommt.
    Der eine oder andere Trampelpfad in der Nachbarschaft wurde so schon entdeckt.
    Wichtig ist bloß, dass sich die Nutzer der OSM-Karten stets bewusst sein sollten, dass sie mit „Amateurmaterial“ arbeiten. Das muss nicht schlechter sein, kann es aber und verlangt deshalb nach mehr Sorgfalt bei der Anwendung. Aber so kommt man vielleicht auch mal an einen Liegeplatz, den man sonst querab liegen ließe.
    Der Aufwand für verlässliches Kartenmaterial gerade auf hoher See ist sicher nicht zu vernachlässigen und sollte auch bezahlt werden. Auf dem Land kann ich mit einem OSM-Navi (z.B. OSMAND) sehr gut leben und wenn es haarig wird, drossele ich das Tempo oder drehe notfalls um. Auf See geht das im Zweifelsfall nicht und das kostet schlimmstenfalls Menschenleben.
    Ich gehe davon aus, dass die kommerziellen Anbieter mit der Verwendung amtlicher Daten eben auch eine gewisse Garantie und Qualitätssicherung (und die kostet was) übernehmen. Ein OSM-Anbieter kann das nach dem opensource-Prinzip gar nicht, weil die Verantwortung für das Kartenmaterial nicht klar zugeordnet werden kann. Er müsste also vor Freigabe der Daten eine Qualitätssicherung einschalten und dann muss das auch wieder bezahlt werden.
    Mein Fazit: Auf See sind amtliche Karten ein „Muss“ – OSM-Material ein „Kann“ zur Ergänzung.

    1. Sind Garmins Bluecharts oder Navionics „amtliche“ Karten? Woher nimmst Du die Gewissheit, dass sie beim BSH einkaufen gehen? Oder hast Du schon einmal ein Garmin Vermessungsboot gesehen? Warum bestehen dann alle Anbieter elektronischer Sportbootkarten darauf, dass Du natürlich eine amtliche Papierseekarte mitzuführen hast?

  4. Ich bin mir sicher, dass in ein paar Jahren viele Segler und Motorbootfahrer einen GPS-Tiefen-Logger im Boot haben. Diese Daten dann einerseits an die zuständigen Ämter gehen aber auch frei benutzt werden können. Zusammen mit den amtlichen Daten wird es dann „tagesaktuelle“ Karten geben. Vor allem aus Gebieten mit extremen Strömungen welche ja den Grund dauernd verändern. Die Genauigkeit der Karten wird dadurch massiv steigen.

    1. Dabei sollte man nicht vergessen, dass in der Anleitung zum Loggen der Tiefe gefordert wird, dass man vor Beginn der Loggerei eine Korrektur des Wasserstandes genau einstellen muss, um exakte Daten zu erhalten. Ich stelle mir das in meinem Hausrevier, der Schlei mit ihren ständigen Wasserstandsschwankungen vor und frage mich, wie und ob der Anwender als Laie zu jeder Stunde die genaue Abweichung vom Mittleren Wasserstand feststellen will und kann.
      Nein, ich verlasse mich da auch lieber auf das BSH. Man stelle sich auch mal eine Unfalluntersuchung der BSU vor, bei der der Schiffsführer auf die Frage nach dem verwendeten Kartenmaterial OSM angibt, also ein Laienprodukt.

    2. Viele haben genau solche Logger bereits (nämlich in Form eines handelsüblichen Kartenplotters/Fishfinders) – und geben ihre Daten freiwillig und kostenlos an Navico ab. Navico kann die dann weiter verkaufen…
      Warum also nicht bei OpenSeaMap hochladen?

  5. Ich habe die OpenSeaMap-Karte bisher auf meinem Garmin Oregon 200 benutzt. Neben der Navionics-App und dem obligatorischen Raymarine-Plotter auf dem Charterschiff. Das Ergebnis ist bisher: Nett, aber vom Detailgrad unbrauchbar.

    Das Handling ging allerdings sehr smooth von der Hand: Meinen Garmin kenne ich, die Karte herunterzuladen ist auch nicht sooo schwierig und die Benutzung ist die Gleiche wie eine OpenStreetmap-Karte. Vorteil: Ich benutze meinen wasserdichten und robusten Garmin und nicht mein etwas fragileres Smartphone oder Tablet.

    Als App habe ich tatsächlich noch nichts brauchbares in dem Bereich gefunden. (Aber auch nicht ernsthaft gesucht.)

    Ob OpenSeaMap ein sinnvolles Projekt ist: Ich persönlich glaube ja. Geographische Daten sollten meines Erachtens keinem gehören und frei für jedermann zugänglich sein, wie das in den USA mit Geodaten schon der Fall ist. Schwierig wird es natürlich an der Stelle, an der es um Sicherheit geht, und geographische Daten – wie die Wassertiefe oder die Betonnung – auch veränderlich sind. Wer kann die Datenqualität mit welcher Sicherheit gewährleisten? Und ist diese Gewährleistung nicht eine Dienstleistung, die dann auch honoriert werden sollte?

    Ich finde, es wäre ein schönes Fernziel, wenn ich meine elektronischen Seekarten sooft ich möchte kostenlos aktualisieren kann, und diese den gleichen Qualitätsstandard haben wie meine gekauften und berichtigten amtlichen Papierkarten. Und dazu vielleicht noch unabhängig von einer Konzernideologie, die mir vorschreibt, was in der Karte dargestellt wird. Allerdings sehe ich auch noch nicht die zwingende Stringens und Logik, dieses Fernziel derzeit mit OSM zu erreichen.

  6. Hallo

    Von OruxMaps gibt es eine spezielle nautische Version:http://wiki.openseamap.org/wiki/De:OruxMaps

    Ich bin mit meinen 22 Fuss zwar nur in der Schweiz auf dem Zugersee unterwegs, gucke aber spasseshalber doch mit OruxMaps wo ich mich gerade befinde. Die App erlaubt es auch, einen Track aufzuzeichnen.

    Ich benutze die App mit einer Garmin Karte der Schweiz. Diese beinhaltet auch Höhen, bzw Tiefenlinien.

    Bis vor kurzem hat auch das Herunterladen der OpenSeaMap funktioniert. Zum Glück habe ich die Karte noch gespeichert.

  7. Mir ist noch eine weitere App eingefallen, die OpenSeaMap benutzt:
    Seewetter Pro. Hier ist – soweit mir bekannt – allerdings nicht die Option vorgesehen, dass man die Seezeichen anklicken kann, sondern ähnlich einer Papierkarte die Informationen direkt daneben dargestellt werden. Weiterhin ist mir noch nicht klar, inwieweit die Karte auch offline nutzbar ist. Seewetter Pro ist in vielerlei Hinsicht sehr empfehlenswert. Ich benutze die Karte in der App allerdings kaum….

    1. Das hört sich gut an. Und Tiefenangaben beim Seewetterbericht ist eh nicht nötig.

      Geht das mit den Karten auch offline?

      1. Ich hab nochmal etwas detailiierter in Seewetter Pro reingeschaut. Ich kann das nur leider nicht so toll filmen wie du, da mein kameratragendes Gerät auf der anderen Seite leider mit der App belegt ist… :-) Die App lohnt aber trotz Kosten eine eigene Vorstellung mit all Ihren weiteren Funktionen.

        Die Karte kann auch offline angezeigt werden. Alles, was er im Online-Modus schonmal angezeigt hat, wird im Kartencache gespeichert. Das ist nicht so komfortabel wie in der Navionics-App, wo ich einen Bereich markieren kann. Das heißt, vergesse ich eine Kachel in der Vorbereitung, fehlt sie mir hinterher offline. Den Cache kann man auch aktiv löschen, wenn man Platz schaffen möchte. Ansonsten gibt es unterschiedliche Kacheln mit unterschiedlicher Auflösung für die verschiedenen Zoomstufen.
        Allerdings muss man das sich wie eine Papierkarte vorstellen: Ich lade die Karte, und mir wird etwas angezeigt. Anklicken kann ich nichts. Ich kann aber neben dem normalen Zoom noch ein Tool ähnlich einer Lupe benutzen um Ausschnitte noch größer zu ziehen.

        Wie ich finde, bisher die beste Art OpenSeaMap-Karten zu nutzen.

  8. Ich denke, die Zukunft wird es bringen.
    Das mit der „Free Speech“ halte ich für sehr wichtig.
    Ende der 90er wollte Bill Gaters tatsächlich einen großen Teil der Weltliteratur aufkaufen, um Urheberrechtsschwierigkeiten bei Suchmaschinen zu begegnen und natürlich, um Konqurrenten mit Gebühren zu belegen.
    Er hat dann aus irgend einem für ihn wichtigem Grund komplett umgeschwenkt und Microsoft im Prinzip schrittweise verlassen. Er macht heute ganz anderes.
    Ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass die Korrekturen des BSH alle auf „Hinfahren und Nachschauen“ gründen, dass alle Tiefenlinien ausgemessen wurden.
    Bestimmtes Wissen sollte immer frei bleiben, damit man sich ein unabhängiges Bild vom Ganzen machen kann.
    Nicht dass ich das BSH in Zweifel ziehe…
    Es bleibt die Referenz.
    Aber was, wenn die einfach aufhören – wie ja für einige Regionen gerade geschehen – aber den Nachdruck und die Weiterentwicklung verbieten?

    In 20 Jahren wird das OSM vielleicht eine super genaue Karte haben.
    Evt. dauert es auch noch länger und es wird evt weisse Flecken geben, weil dort niemand hingefahren ist.
    Bei allen offenen Projekten dauert es normalerweise ziemlich lange, bis etwas gutes und brauchbares herauskommt.
    Oder es wird vorher kommerziell und damit schnell.
    Doch bei den offiziellen Karten steht nicht dabei, welche Tiefenangaben tatsächlich gemessen wurden und welche nur errechnet oder „geschätzt“ wurden….
    Die dortige Unsicherheit oder besser „Unschärfe“ wird nur mit „Die sind ja die offiziellen, die müssen das ja iorgendwie wissen“ vom Nutzer ausgeblendet.
    Dochn das BSH bezahlt ebenfalls keine Hellseher…

    1. Da scheine ich schlecht informiert zu sein..

      Mach mal genauere Angaben: Wo hört das BSH auf, Weiterentwicklung zu verbieten?

      Zu dem Bill Gates Vergleich: Das eine ist Literatur, Gedankengut, Freiheit. Das andere sind Fakten und Daten ohne künstleriche Freiheit und ohne Interpretationsfreiheit. Vond aher ist „Free Speech“ bei Seekarten kein Thema.

      1. Ich bin nicht wirklich informiert, denke doch aber, dass das allgemein verwendetet“Vervielfältigung nur mit ausdrücklicher und schriftlicher Zustimmung des Urhebers auch bei Seekarten gelten wird, oder nicht?
        Wenn ich also einfach „abpinne“ sollte (?) das Probleme geben, oder?
        Liege ich falsch?

    1. Moin

      also, ich sehe da ehrlich gesagt überhauptkeinen Unterschied. Nur im Layout. Strassen sind Strassen. Und sie sind alle da.

      1. Naja, ich finde, die Marina Boltenhagen ist bei Openstreetmap schon ein wenig detaillierter dargestellt. Fürs Autofahren ist das sicherlich nicht relevant, aber wenn ich zu Fuß oder mit dem Fahrrad unterwegs bin, freue ich mich schon über so einen Detailgrad.

        1. Okay.

          In solche einem Fall schalte ich dann als Overlay Satellitenkarten drüber oder geh gleich auf freie Topo Karten.

          Und die Frage ist, ob das auf Seekarten zu übertragen ist.

          1. In der Straßennavigation hat meiner Meinung nach Openstreetmap ganz klar meilenweit die Nase vorn, was Qualität und Aktualität angeht. Ich benutze beim Autofahren ebenfalls ein OSM-basiertes Navigationstool auf dem Smartphone. Vorteil: Kostenlos und trotzdem offline. Und zusätzlich noch der oben angesprochene Detailgrad.

            Was Seekarten angeht finde ich, Nightfighter hat es ganz treffend gesagt: Die Karten des BSH sind der Maßstab. Aber auch dort wird nicht jeder Tiefenmeter in jeder Saison neu ausgelotet.

            Derzeit ist OSM ja tatsächlich noch in den Kinderschuhen. Die Beteiligung bedingt schon eine große Leidenschaft zum Thema. Die fühle ich in mir… :-) Allerdings nicht groß genug, als dass ich selbst den Aufwand betreiben würde, die Karte zu aktualisieren.
            Wenn die Technik zum Kartographieren selbstverständlich in jedem Boot wäre, man sich nicht um die Aufbereitung und Übertragung der Daten kümmern müsste… Ja dann hat OSM das Potential eine wirklich hoch qualitative und freie Seekarte zu sein. Und dann werden sicherlich auch die Apps und Tools kommen, um es noch besser zu nutzen.

            1. Ich denke, der Unterschied zwischen Strassennavigation und Seenavigation ist erheblich. Bei fehlerhaften Strassenkarten verfährst Du Dich höchstens. Mehr nicht. Da sind die Folgen bei Seekarten schon erheblich schwerer.

              Obwohl: Mein früheres Tom Tom kannte die Sierichstrasse in HH wohl nicht und hat einen schön in den Gegenverkehr geleitet. Ausserdem hinterm Wallringtunnel rechts abbiegen lassen. und das kostet richtig.

              Ich bin sehr gespannt, wie die Open Sea Map Geschichte weiter geht. Vielleicht wird das ja wirklich mal benutzbar für die Seenavigation. Wünschenswert wäre sowas.

              1. Natürlich ist der Unterschied zwischen Land und See gewaltig. Was ich sagen wollte ist, dass das Projekt Openstreetmap durch viele Beiträge eine sehr gute Datenbasis erhalten hat, auf die ich mich inzwischen sehr gut und gerne verlasse.

                Und ich hege demnach die Hoffnung, das bei einer entsprechend einfachen Beteiligung vieler bei Seekarten eine ähnlich gute Qualität rauskommt.

                Es gibt nämlich meiner Meinung nach einen sehr entscheidende Vorteile von OpenSourceKarten:
                Ich kann selbst wählen, für welche Anwendung ich nun welchen Teil der Daten brauche. Die einfache Variante ist: Ich lade mir genau die Ausschnitte runter, in denen ich unterwegs bin. Die etwas schwierigere: Mit ein bisschen Know How kann ich sogar bestimmen, welche Layer ich nehmen möchte und welche nicht. Und final: Ich bin vollkommen frei in der Wahl meiner Plattform da die Daten universell einsetzbar sind, und nicht der Hersteller für mich gnädig entscheidet, dass er sowohl auf IOS als auch auf Android anbietet. Oder für Garmin-Geräte. Oder.

        1. Ich weiss nicht, was Du meinst, würde mich aber freuen, wenn wir hier weiterhin so konstruktiv und ohne Anfeindungen diskutieren könnten.

          ich denke, jeder, der das hier liest. bekommt gute Infos. Ich selbst habe auch bereits eine Menge Neues erfahren.

  9. Moin,

    ich nutze die OSM Karten schon recht intensiv zum wandern und Seekajak fahren. Für letzteres auch gerne die Seamap Karten. Ich habe wirklich sehr viel verglichen und in diesem Bereich haben die Karten in vielen Regionen (bis hin in abgelegene Gebiete in Lappland) schon die Nase vorn was den Detailgrad angeht. Ich sehe da schon keinen Grund mehr eine teure Garmin Karte zu kaufen.

    Aber zum Segeln fehlen natürlich die Tiefen. Das ist beim Kajak nur selten ein Problem…. Trotzdem, wenn der Detailgrad für Openseamaps so schnell ansteigt wie bei den Wander- und Freizeitkarten……. Da werden sich dann einige Hersteller was einfallen lassen müssen.

    Noch ein andere Problem von einigen großen Herstellern:
    Warum muss ich eine Topographische Wanderkarte für ganz Deutschland kaufen, wenn ich nur mal an der Mosel wandern gehen möchte????

    Übrigens die Locus App nutze ich seit Jahren. Die läuft super. Einfach mal testen.

    1. Ich habe Locus übrigens mal ausprobiert. Sehr gut. Im ernst. Werde ich für Topo Karten und zum Kajak fahren nutzen. Ich stelle die App in den kommenden Tagen mal vor.

      Das einzige: Mir zerschiesst die Nutzung erst mal den Zugriff anderer Apps auf das GPS. Wenn ich Locus genutzt habe, geht erst mal kein GPS Empfang mehr, bis ich einen Neustart des Gerätes gemacht habe.

  10. Ich glaube, dass das OpenSeaMap Projekt in seiner Zielsetzung seiner Zeit etwas vorraus ist und deswegen nicht richtig, hier speziell die Tiefenmessungen, in die Pötte kommt. Die technischen Möglichkeiten sind ( für die Sportschifffahrt) ja noch nicht so lange gegeben. Da sich aber AIS immer weiter verbreitet, ist es nur noch ein kleiner technischer Sprung, auch die Echolot-Daten quasi in Echtzeit an einen Server zu übermitteln. Es wäre halt eine Frage des Anreizes, um die Leute zum Mitmachen zu bewegen. Das BSH hat auch nicht die Möglichkeit, ständig alle Daten auf dem neuesten Stand zu halten. Manche Stellen wurden seit Jahrzehnten nicht vermessen, (hab ich gelesen, obs stimmt, weiss ich nicht) weil es ab einer gewissen Wassertiefe auf ein bisschen mehr oder weniger nicht ankommt. Ausserdem liegt der Focus doch eher auf der Berufsschifffahrt. Für Sportschiffer sind ja sowieso nur die ersten drei Meter einigermassen interessant, in der Nordsee durch Tide etwas mehr. An diesen Stellen ist allerdings Filigranarbeit angesagt.
    tl;dr
    Noch ein bisschen warten. Die Daten werden kommen, sobald ein Bedarf da ist. Via AIS direkt vom Nutzer und nach Plausibilitätsprüfung in die OpenSeaMap Karte.

  11. Auf den Plattformen, auf denen ich sonst unterwegs bin, ist so ein Kommentar

    „also, ich sehe da ehrlich gesagt überhauptkeinen Unterschied. Nur im Layout. Strassen sind Strassen. Und sie sind alle da.“

    trollverdächtig.

    Das war als Beispiel gedacht, welchen Detailgrad von Freiwilligen erstelltes Kartenmaterial erreichen kann im Vergleich zu „offiziellen“ Karten. Ich denke, wer da keinen Unterschied wahrnimmt hat den Regler (oben, Mitte) nicht gefunden oder will ein wenig trollen.

    Wenn sich – wie bei OSM – viele beim (Tiefen)tracken beteiligen würden, hätte Openseamap ein großes Potential Innovationen anzuschieben. Fußwegnavigation / Wanderstrecken und Beteiligung der User wurde bei den etablierten (Land)Navigationsanbietern auch erst ein Thema durch Impulse die aus OSM gesetzt wurden.

    Gern noch ein weiteres Bsp:

    http://sautter.com/map/?zoom=16&lat=54.84114&lon=9.53384&layers=B000TFFFFTTF

    1. Lieber Holger,

      ich glaube, Du solltest es auf meinem Blog mir überlassen, wer ein Troll ist, okay?

      Ich bin halt anderer Meinung.

      Und ja: Potenzial ist da. Nur reicht mir das noch nicht zum navigieren. Und ich sehe Unterschiede zwischen Landkarten und Strassen und der See.

      Wie gesagt: Ich bin offen dafür, nur wohl derzeit noch nicht. Ob sich das ändert, wird man sehen. Und ich schrieb auch, dass ich es ein wirklich heeres Ziel finde. Meine Meinung jedoch solltest Du mir lassen. ich lass Dir Deine auch.

  12. Hi!

    Ich habe mich ein wenig gewundert. Die ersten 4 Minuten des Videos sind ein Test eines Entwicklungstools ! Für selbsterzeugte OFFLINE Seemapkarten !

    Wenn man die _erste_ Zeile der Beschreibung der App aufmerksam liest, dann wird klar, daß es sicherlich keine intuitiv zu bedienbare App für den Skipper ist. Sonder ein Tool mit dem der geneigte Enwickler von OpenSeaMaps irgendwas checken kann.
    „OpenSeamapViewer ist ein Entwicklungstool zur Kontrolle von selbsterzeugten offline-OpenSeaMap Karten im mapsforge Format.“

    In sofern finde ich das Video dann etwas schade in Bezug auf Abschreckung potentieller Nutzer. 4minuten lang. Die Breitenwirkung dieses Blogs ist ja nicht ohne. Wenn du gesagt hättest, ein Entwicklertool bringts nicht für dich, dann hätten eine Menge Leute das sicherlich anders aufnehmen können.

    Ahoi!
    Ecki

    1. Moin Ecki,

      ich habe das gemacht, was wohl jeder normale Nutzer machen würde: In den Play Store gehen und nach „Open Sea Map“ suchen. Dann erschienen diese 3 Apps. Die habe ich alle geladen und sie mir vor laufender Kamera angesehen. Der Name „Open Sea Map Betrachter“ hat bei mir andere Erwartungen ausgelöst.

      Dennoch: Entwicklertool hin oder her: Warum bei den Online Karten die Seezeichen vor Großenbrode plötzlich verschwinden, ist mir ein Rätsel.

      Danke für den Hinweis, ich nehme das in den Text auf.

      Letztlich ist es so, dass sich jeder natürlich selbst ein Bild machen sollte. Dieser Blog beinhaltet natürlich meine subjektiven Meinungen und Eindrücke. Das ist wie mit einem hafen: Wenn ich ihn doof finde, heisst es nicht, dass er doof ist.

      Ich habe auch gesagt, dass das für mich anhand dieser 3 Apps nichts ist.

      Locus habe ich runtergeladen. Ich ziehe auch die OMS Karten noch drauf. Das werde ich dann auch filmen.

      1. Deine Meinung will ich garnicht in Frage stellen. Mich hätte diese App so ohne jede Info darüber sicherlich auch verwirrt.

        Dann ist meine Message einfach:
        Lieber „jeder normale Nutzer“!
        Lest euch mal die Beschreibung durch von Software die ihr installiert. Dann weiß man evtl was man zu erwarten hat, oder ob es für denjenigen was taugt. Geht manchmal schneller. Und das gilt jetzt nicht nur bei Apps aufm Smartphone oder Tablet.
        (Das Thema Malware will ich garnicht anschneiden.)

        1. Moin,

          mit dem durchlesen hast Du recht. Das mache ich auch fast nie.

          Ich schau mir immer die Bilder an, und dann lade ich…

          Ist ein Fehler, ich werde in Zukunft drauf achten

  13. Blog ist Blog.
    In einem Blog ist der Bloginhaber das Gesetz!
    Ansonsten würde er in einem Forum posten.
    Einen Blog lesen Interessierte an dem Blogverfasser, die die Meinung des Blogverfassers an oder zu einer Sache interessiert.
    Es handelt sich – meines Erachtens – bei einem Blog eben NICHT um ein Forum, um Konsens zu erlangen, sondern um die Meinung eines Einzelnen – des Blogverfassers – zu erfahren, ggef. zu kommentieren oder dem Blogverfasser Anregungen zu geben respektive ihm zur Sache tiefergehende Informationen zuzuleiten oder diese von ihm abzufragen.

    Das Wort „Troll“, so wie es verwendet wird, KANN per Definition also niemals auf den Blogverfasser zutreffen sondern – in einem Blog natürlich – nur auf Gäste des Blogs!
    Ach ja:
    Man ist GAST in einem Blog.
    Kein Teilnehmer oder gar MITGLIED….
    Und als Gast beschimpft man nicht den, der für einen kocht….
    Maximal übt man Kritik an der Zubereitung der Speisen….

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